Ein gedrehter Ring in Gold ist für mich eine der schönsten Formen, die ein Ring überhaupt annehmen kann. Die gekordelte Oberfläche fängt das Licht anders ein als jeder glatte Reif – lebendig, fast tänzerisch. In meiner Werkstatt in Freital bei Dresden fertige ich diese Ringe seit vielen Jahren von Hand.
Was einen gedrehten Ring in Gold ausmacht
Ein gedrehter Ring entsteht nicht am Fließband. Zwei oder mehr Golddrähte werden miteinander verdrillt, bis sich eine gleichmäßige Kordelstruktur ergibt. Diese Technik nennt man kordeln, und sie gehört zu den ältesten Zierformen der Goldschmiedekunst. Je nach Drahtstärke und Drehrichtung wirkt der Ring feiner oder kräftiger, zarter oder markanter.
Ich arbeite dabei meist mit 585er oder 750er Gold. Beide Legierungen lassen sich gut verdrillen, ohne zu reißen, und behalten ihren warmen Ton über Jahrzehnte. Wer es etwas heller mag, kann auch Weißgold oder eine Kombination aus Gelb- und Weißgold wählen – gerade bei zweifarbig gedrehten Ringen entsteht ein wunderschöner Kontrast.
Warum gerade die gekordelte Form so beliebt ist
Die Kordeloptik hat etwas, das glatte Ringe nicht leisten können: Sie bewegt sich mit dem Licht. Bei jeder Handbewegung schimmert die Oberfläche anders. Das macht einen gedrehten Ring in Gold zu einem Schmuckstück, das nie langweilig wirkt, auch nach Jahren nicht.
Dazu kommt die Symbolik. Zwei Drähte, die untrennbar miteinander verbunden sind – viele meiner Kundinnen und Kunden wählen den gekordelten Ring deshalb als Freundschaftsring, Verlobungsring oder sogar als Trauring. Ich habe schon Paare begleitet, die sich bewusst für diese Form entschieden haben, weil sie das Verbundene so schön zeigt.
Für wen eignet sich der gedrehte Ring?
- Für alle, die klassischen Goldschmuck mögen, aber kein Standardstück tragen wollen
- Als Vorsteckring zu einem schlichten Trauring
- Als Freundschafts- oder Partnerring
- Als Geschenk zu einem besonderen Anlass – Geburtstag, Jubiläum, Konfirmation
- Für den Alltag, weil die Kordelstruktur kleine Kratzer kaschiert
Handarbeit aus Freital – was das konkret heißt
Wenn Sie bei mir einen gekordelten Ring aus Gold bestellen, dann sitze ich tatsächlich selbst an der Werkbank. Ich ziehe den Draht auf die richtige Stärke, erhitze ihn, verdrille ihn in der Zange und richte ihn anschließend zum Reif. Jeder Ring ist dadurch ein Unikat – zwei Ringe nebeneinander wirken ähnlich, aber nie identisch.
Diese kleinen Unterschiede sind für mich das Schöne an echter Handarbeit. Ein industriell gefertigter Ring ist perfekt gleichmäßig und dadurch oft seelenlos. Ein handgedrehter Ring hat Charakter.
Pflege – überraschend unkompliziert
Gold ist pflegeleicht. Ein gedrehter Ring braucht nur hin und wieder ein warmes Seifenbad und eine weiche Zahnbürste, um die Zwischenräume der Kordel sauber zu halten. Danach mit einem fusselfreien Tuch trockentupfen – fertig. Beim Sport, Gartenarbeiten oder im Schwimmbad lege ich meinen eigenen Ring trotzdem gern ab, einfach weil Chlor und starke Schläge jedem Schmuck zusetzen.
Welche Varianten es gibt
Nicht jeder gedrehte Ring in Gold sieht gleich aus. Ich fertige ihn in verschiedenen Breiten, mit zwei, drei oder vier Drähten, auch mit eingearbeiteten Weißgold- oder Rotgoldfäden. Besonders beliebt ist die klassische Variante mit zwei gleichstarken Drähten – zeitlos, nicht zu auffällig, zu jedem Anlass passend.
Wenn Sie sich einen eigenen gekordelten Ring vorstellen können, lassen Sie uns gern sprechen. Ich berate Sie in meiner Werkstatt in Freital oder per Nachricht, bespreche Ringbreite, Legierung und Drahtanzahl mit Ihnen, und am Ende halten Sie ein Stück in der Hand, das wirklich für Sie gemacht wurde.