Es gibt Momente, in denen man kurz innehält und merkt, wie weit ein Weg schon gegangen ist. Einer dieser Momente war für mich die Einladung in den MarkenMacher Podcast – ein zweites Mal nach rund fünf Jahren. Damals saß ich noch ganz am Anfang, heute durfte ich erzählen, wie sich meine kleine Goldschmiede seither verändert hat. Wenn Sie mögen, hören Sie gern direkt hinein:
Eine Werkstatt bei Dresden – und eine kleine Kurskorrektur
Mein Name ist Beate Stohr, ich bin Goldschmiedemeisterin und fertige meinen Schmuck nach wie vor mit eigenen Händen – in einer kleinen Werkstatt in einem Vorort von Dresden. Ursprünglich war ich ganz auf Trauringe spezialisiert. Dann kam die Pandemie, die Hochzeiten wurden weniger, und ich musste mich neu orientieren. So fand mein Schmuck den Weg zu Ihnen nach Hause – über meinen eigenen Shop und über Amazon.
Heute entstehen bei mir vor allem feine Stücke für jeden Tag: Ohrstecker, Ketten und Anhänger aus 925er Silber, die ich in mehreren Farben anbiete – klassisch silbern, golden vergoldet oder edel geschwärzt. Schmuck, der Charakter hat, den man aber auch tragen darf, ohne lange zu überlegen. (Und ja – die Trauringe sind inzwischen zurück.)
Worüber wir gesprochen haben: Handwerk trifft künstliche Intelligenz
Im Podcast ging es um ein Thema, das auf den ersten Blick so gar nicht zu einer Goldschmiede passen will: künstliche Intelligenz. Dabei hat beides für mich denselben Kern – die Liebe zur sauberen, durchdachten Arbeit. Je größer der Kreis der Menschen wird, die mir vertrauen, desto wichtiger wird es, dass im Hintergrund nichts durcheinandergerät. Genau dort hilft mir die Technik.
Angefangen hat es ganz unspektakulär – damit, mein E-Mail-Postfach zu ordnen, damit keine Kundenanfrage mehr zwischen Newslettern untergeht. Daraus ist mit der Zeit eine kleine digitale Assistentin geworden, die ich liebevoll „Susi" nenne. Sie meldet sich, wenn eine echte Frage von Ihnen wartet, und bereitet mir eine sorgfältige Antwort vor – abgeschickt wird sie aber immer erst, wenn ich sie selbst gelesen und für gut befunden habe. Für Sie bedeutet das vor allem eines: schnellere, freundliche Antworten, auch wenn ich gerade an der Werkbank stehe.
Eine Erkenntnis, die mich berührt hat
Eine Sache aus dem Gespräch möchte ich besonders gern teilen. Als Onlinehändlerin sehe ich Sie ja nicht – ich kann nicht über den Ladentisch schauen und ein Gesicht erkennen. Lange habe ich mich gefragt, wer Sie eigentlich sind, die Sie meinen Schmuck tragen. Eine Auswertung meiner Bestellungen hat es mir gezeigt: Sie kommen aus dem ganzen Land, oft aus kleineren Städten, und schätzen es, mit einem warmen „Sie" angesprochen zu werden. Diese kleine Erkenntnis hat verändert, wie ich mit Ihnen spreche – und ich hoffe, Sie spüren das.
Warum ich keine Angst vor der Technik habe
Mir war als junger Mensch der Beruf der Programmiererin verwehrt geblieben – und doch ist die Begeisterung dafür nie ganz verschwunden. Heute glaube ich: Diese neuen Werkzeuge sind nicht in erster Linie für Programmierer gemacht, sondern für Menschen, die eine klare Vorstellung davon haben, was sie erreichen wollen. Man muss kein Technikgenie sein. Man muss nur genau wissen, welches Problem man lösen möchte – und dann nicht lockerlassen, bis die Lösung wirklich gut ist.
Genau diese Haltung stecke ich auch in jedes einzelne Schmuckstück: die Suche nach der schönsten, sorgfältigsten Lösung. Die Technik nimmt mir dabei nur die Dinge ab, die Zeit kosten, ohne schön zu sein – damit mir mehr Zeit für das bleibt, was zählt: das Handwerk und Sie als meine Kundinnen und Kunden.
Hören Sie gern hinein
Wenn Sie neugierig geworden sind, wie aus einer kleinen Goldschmiede ein moderner kleiner Familienbetrieb mit großen Ideen wurde, lade ich Sie herzlich ein, sich die Folge des MarkenMacher Podcasts anzuhören. Und wer danach Lust auf ein Schmuckstück bekommt, das mit genau dieser Hingabe entsteht – der schaut sich am besten in Ruhe in meiner Werkstatt um.
Von Herzen,
Ihre Beate Stohr