Ein Goldring gedreht wirkt auf den ersten Blick unscheinbar und offenbart seine Schönheit erst im Licht. Die feine Kordelstruktur fängt jeden Sonnenstrahl ein und lässt das Gold lebendig werden. In meiner Werkstatt in Freital bei Dresden entsteht jeder dieser Ringe von Hand – vom Draht bis zum fertigen Schmuckstück.
Was einen gedrehten Goldring so besonders macht
Ein Goldring gedreht ist kein Ring, den man einfach gießt. Ich beginne mit zwei oder mehr Golddrähten, spanne sie ein und verdrille sie gleichmäßig zu einer Kordel. Dieser Moment entscheidet über den späteren Charakter des Rings: Wie eng laufen die Windungen? Wie viele Drähte kommen zusammen? Genau hier liegt der Unterschied zwischen Massenware und echter Handarbeit.
Nach dem Verdrillen wird die Kordel zum Ring gebogen und gelötet. Anschließend geht es ans Feilen, Schleifen und Polieren. Bei einem Kordelring darf man die Struktur nicht zupolieren – sie ist ja das Herzstück. Deshalb arbeite ich hier besonders behutsam.
Warum ich Goldringe aus Kordeldraht so gern fertige
Ein gedrehter Ring aus Gold hat etwas Ruhiges und gleichzeitig Bewegtes. Er trägt sich angenehm, weil die feinen Erhebungen sich weich an den Finger schmiegen. Und er passt zu fast allem – zum schlichten Ehering ebenso wie zu einem breiteren Statement-Ring daneben.
Meine Kundinnen erzählen mir oft, dass sie ihren Kordelring gar nicht mehr ablegen. Das freut mich, denn genau dafür ist ein handgemachter Goldring gedacht: fürs Leben, nicht für die Vitrine.
Legierungen und Farben
- Gelbgold 585 oder 750: Der Klassiker. Warm, weich im Ton, zeitlos.
- Roségold: Durch den höheren Kupferanteil rötlich schimmernd – wunderschön zu warmen Hauttönen.
- Weißgold: Kühl und elegant, oft mit Rhodinierung veredelt.
- Bicolor: Zwei Drähte in unterschiedlichen Goldfarben verdrillt – ein besonderer Blickfang.
Anlässe für einen gedrehten Goldring
Viele Paare fragen mich nach Kordelringen als Trauringe. Das verstehe ich gut: Die verdrehten Drähte stehen symbolisch für zwei Leben, die sich miteinander verbinden. Auch als Freundschaftsring, zum runden Geburtstag oder zur Geburt eines Kindes wird der Goldring gern gewählt.
Weil ich in Freital bei Dresden direkt in meiner Werkstatt arbeite, kann ich auf Wünsche eingehen, die im Standardsortiment nicht vorkommen: eine bestimmte Drahtstärke, eine besondere Verdrehung, eine Kombination aus Gold und Silber. Manchmal bringen mir Kundinnen auch altes Familiengold mit, aus dem dann ein neuer Kordelring entsteht.
Pflege – damit der Glanz bleibt
Gold ist ein dankbares Material. Es läuft nicht an und braucht wenig Zuwendung. Trotzdem ein paar Hinweise aus der Praxis:
- Beim Duschen und Cremen abnehmen – Seifenreste setzen sich in den Kordelwindungen fest.
- Zum Sport lieber ablegen, damit die Struktur nicht verformt wird.
- Ab und zu mit warmem Wasser und einer weichen Zahnbürste reinigen.
- Alle paar Jahre kann ich den Ring gern nachpolieren – dann sieht er wieder aus wie am ersten Tag.
Handarbeit statt Katalogware
Ein Goldring gedreht aus meiner Werkstatt trägt keine Seriennummer. Er ist einzeln entstanden, an meinem Werktisch, mit meinen Händen. Wenn Sie mögen, schauen Sie sich meinen gekordelten Goldring in Handarbeit genauer an – oder schreiben Sie mir, wenn Sie eine eigene Vorstellung mitbringen. Ich bespreche gern mit Ihnen, welche Legierung, Breite und Drahtstärke zu Ihnen passt.
Denn am Ende soll der Ring nicht einfach glänzen. Er soll zu Ihnen gehören.